Aktuelles

Auktionsgewinner bieten Durchschnittspreis von 4,3 Cent je Kilowattstunde / Branchenverband sieht darin einen Meilenstein der Energiewende und fordert Lösen bestehender Photovoltaik-Bremsen.

Solarstrom aus neu geplanten großen Solarparks erreicht in Deutschland das Preisniveau von Elektrizität aus Windparks. Dies geht aus den Ergebnissen jüngster Ausschreibungen der Bundesregierung hervor: Nach Angaben der Bundesnetzagentur liegt der durchschnittliche Zuschlagspreis bei neu geplanten Photovoltaik-Kraftwerken bei 4,3 Cent, bei Windparks bei 4,6 Cent je Kilowattstunde. Strom aus neuen Öko-Kraftwerken unterschreitet damit die Erzeugungskosten von Strom aus neuen Kohlekraftwerken.

Als Meilenstein der Energiewende und Sternstunde für den Klimaschutz bezeichnet Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) das Erreichen der Kostenparität. Dieses sei das Ergebnis einer beispiellosen Kostensenkung infolge herausragender Innovationen und eines sehr harten Wettbewerbs. Körnig: „Beide Technologien ergänzen sich gut und stehen bereit, künftig eine zentrale und deutlich stärkere Verantwortung für unsere Energiesystem zu übernehmen, preiswert, sicher und umweltfreundlich.“

ZSW startet Forschungsprojekt zur klimafreundlichen Mobilität

Immer mehr Autos haben künftig einen Elektromotor oder nutzen andere alternative Antriebe. Die dazu passende Tankstelle entwickeln jetzt Wissenschaftler des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Mitte Februar 2018 begannen die Forschungsarbeiten. Die Zapfsäule der Zukunft soll den Fahrern Strom, Wasserstoff sowie das Erdgassubstitut Methan aus regenerativen Quellen bereitstellen – und das möglichst effizient, kostengünstig und bedarfsgerecht. Das vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 1,3 Millionen Euro geförderte Vorhaben dauert fünf Jahre und erfolgt im Rahmen des Projekts „QUARREE 100“, in dem die vollständige erneuerbare Energieversorgung eines Stadtteils getestet wird.

Die Mobilität wird sich in den nächsten Jahren stark wandeln. Strom aus Wind und Sonne für Elektroautos und erneuerbarer Wasserstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge spielen bald eine immer größere Rolle. Auch Methan aus Ökostrom für Erdgasautos aus Ökostrom ist ein klimafreundlicher Kraftstoff. Noch fehlt dazu jedoch die entsprechende Tankstelle. Bislang werden Strom- und Wasserstofftankstellen massiv ausgebaut, auch welche, die beide Energieformen anbieten. Eine Tankstelle, die Strom, Wasserstoff und auch Methan liefert, gibt es bislang aber noch nicht. Mit dem ZSW-Projekt soll sich das nun ändern.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale Brandenburg, Dipl.-Ing. Peter Maaß und Dipl.-Ing. Klaus-Dieter Sidow, beantworten Ihre Fragen zu Energiethemen auf der 14. Barnim Bau.

Am 17. und 18.03.2017 täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr auf dem zentral gelegenen Gelände der Stadtwerke Bernau in der Breitscheidstr. 45,  Bernau.

In den Fachvorträgen erfahren Sie unter anderem mehr zu:
- den Angeboten der Energieberatung der Verbraucherzentrale
- zum Energieausweis - Lesen und Verstehen
- Neue Fenster - plötzlich Probleme (Schimmel)
- weitere Informationen zu geförderten Energieberatung
- aktuellen Fördermittel für die energetische Modernisierung

Die Barnimer Energiestrategie wird 10!

2018 ist für die Barnimer Energiestrategie ein Jubiläumsjahr. Vor zehn Jahren haben die Barnimer Kreistagsabgeordneten einen weitreichenden und zukunftsorientierten Beschluss gefasst: die Umsetzung der Null-Emissions-Strategie. Damit verbunden war das Ziel, die vom Bund gesetzten Klimaschutzziele für 2020 bereits frühzeitig  zu erreichen. Das haben wir, die Barnimer, geschafft!  Und wir haben noch mehr geschafft: Zahlreiche energieeffiziente, nachhaltige, CO2-neutrale Projekte konnten in den letzten 10 Jahren umgesetzt werden. Die energiestrategischen Ziele des Landkreises Barnim sind zu einem festen Bestandteil kommunalen Entscheidens und Handelns geworden. Und das werden wir in diesem Jahr zu verschiedenen Anlässen feiern, zurückblicken und neue Perspektiven eröffnen:

Die Stadtwerke Bernau haben in diesem Jahr ein Aktionspaket geschnürt, um Energieschlupflöchern auf die Spur zu kommen. Die Thermografie-Aktion des kommunalen Energieversorgers startete am 23. Januar am Service-Bus EnergieTREFF(ER). „Thermografie macht sichtbar, wo Energie am Gebäude verloren geht, wie gut Fenster, Fassade und Dach gedämmt sind und wo dringend Handlungsbedarf besteht“, erklärt Welf Erös, Energieberater der Stadtwerke Bernau. Dazu werden mit einer Infrarotkamera Bilder des Hauses aufgenommen. Das Aktionspaket enthält neben den Aufnahmen auch fachliche Erläuterungen und Tipps zum Beheben der Schwachstellen. „Es sei wichtig, Energie dort zu halten, wo sie auch gebraucht wird. Die Stadtwerke Bernau verstehen sich als Energiedienstleister. Unsere Energieberatung unter der Dachmarke BernauPlus hilft unseren Kunden Energie zu sparen und sie effizient zu nutzen, das schont Klima und Geldbeutel“, beschreibt er das Engagement der Stadtwerke. Die Thermografie-Aktion kostet für Kunden der Stadtwerke Bernau 99 Euro. Alle anderen Interessenten zahlen 139 Euro.

Durch die Stadtverordnetenversammlung wurde am 29. Juni 2017 die Gründung des „Eberswalder EnergieForums“ als Diskussionsforum und Impulsgeber für energiewirtschaftliche und -politische Themen beschlossen. Zudem soll es regionalen und überregionalen Akteuren als Netzwerk-Plattform dienen. „In der Komplexität der Energiewirtschaft insgesamt, erwarte ich spannende Veranstaltungen“, so Bürgermeister Friedhelm Boginski im Vorfeld der Veranstaltung.

Rund 30 interessierte Gäste, darunter auch viele Stadtverordnete, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Ehrenamtler,  folgten nun am Dienstag, dem 16. Januar 2018, der Einladung zum 1. EnergieForum zum Thema „Verknüpfung von Energie- und Kreislaufwirtschaft bei den Kreiswerken Barnim“. Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Bürgermeisterin und Baudezernentin der Stadt, Anne Fellner, stellte Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim und der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft (BDG), Aufbau, Auftrag und Betätigungsfelder der Kreiswerke Barnim detailliert vor.
Dies seien unter anderem der Ausbau der Akzeptanz für erneuerbare Energien „vor der eigenen Haustür“. Dabei würden nach einer Infratest-Studie 67% der Bevölkerung erneuerbare Energien grundsätzlich befürworten, 77% stünden positiv zu Solarparks, 61% zu Windenergieanlagen und 36% zu Biomasseanlagen. Die Akzeptanz von Kohlekraftwerken läge in der Bevölkerung hingegen nur bei acht Prozent, die von Atomkraftwerken sogar nur unter drei Prozent.

Absatz von Elektrofahrzeugen hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

„Der Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland nimmt Fahrt auf. Der Absatz von Elektrofahrzeugen hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Und auch das Angebot nimmt stetig zu: Bis zum Jahr 2020 können Kunden allein aus über 100 E-Modellen der deutschen Automobilhersteller auswählen, das sind dreimal so viel wie heute. Wir rechnen damit, dass im Jahr 2025 15 bis 25 Prozent der Pkw-Neuzulassungen einen E-Antrieb haben werden“, erklärte VDA-Präsident Wissmann am 27.12.17 in Berlin.

Im November stiegen die Neuzulassungen von Elektro-Pkw (BEV, PHEV und Fuel Cell) um 138 Prozent auf den neuen Höchststand von 6.311 Einheiten. Der Elektroanteil an allen Pkw-Neuzulassungen überschritt im November mit 2,1 Prozent erstmals die 2 Prozentmarke, im Jahresverlauf waren es 1,5 Prozent (Vorjahr 0,7 Prozent). Der Marktanteil der deutschen Konzernmarken betrug in den ersten elf Monaten 65 Prozent (Vorjahr 59 Prozent).

Nachfrage nach Photovoltaikanlagen legte 2017 spürbar zu / Jedes zweite neue Solardach wird mit Batteriespeicher kombiniert / Solarwirtschaft fordert Beseitigung von Marktbarrieren zur notwendigen Vervielfachung der PV-Installationsleistung

Solarstromanlagen erfreuen sich wieder wachsender Beliebtheit. Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen ist 2017 gegenüber dem Vorjahr 2016 im Eigenheimsektor um etwa ein Viertel gestiegen. Insgesamt wurden 2017 rund 55.000 Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 10 Kilowatt (kWp) installiert, schätzt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Im Jahr 2016 waren es noch gut 44.000 neue Solaranlagen. Aufgrund  der deutlich verbesserten Rentabilität neuer PV-Systeme erwartet der Verband 2018 ein weiteres Anziehen der Nachfrage.

Effizienzkennzeichen künftig Pflicht für alle Heizungen mit Alter von mehr als 24 Jahren / Solaranlagen mit über zwei Millionen installierten Geräten beliebteste Öko-Heizung / Neuer Info-Film zum Heizen mit Solarwärme und Erdgas online

Künftig müssen alle Heizungsanlagen, die vor 1994 gebaut wurden, mit einem Effizienzlabel versehen werden. Die Kennzeichnung erfolgt durch den Heizungsinstallateur oder Schornsteinfeger nach dem Vorbild der von vielen neuen Haushaltsgeräten bereits bekannten Farbskala (grün = effizient bis rot = wenig effizient).
Verbraucher können so künftig auf einen Blick erkennen, wie ineffizient Heizungen dieser Altersklassen in der Regel arbeiten. Die Bundesregierung erhofft sich, mittels mehr Transparenz die Heizungsmodernisierung und die Nutzung Erneuerbarer Energien wie Solarwärme voranzutreiben.

Der Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern ist groß und viele Verbraucher denken momentan über eine Heizungssanierung nach. Nach übereinstimmender Auffassung der Heizungs- und Solarindustrie sind rund 14 Millionen Heizungen vollkommen veraltet und sollten zügig ausgetauscht werden.
„Heizungen mit einem Alter von über zwanzig Jahren sind in der Regel teure Energieschleudern und sehr klimaschädlich. Sie sollten dringend erneuert werden und lassen sich mit einer Solaranlage auf deutlich mehr Effizienz trimmen“, sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Durch den Umstieg auf ein modernes Heizsystem, das zum Beispiel Solar- und Gasbrennwerttechnik miteinander kombiniert, lässt sich der Energieverbrauch in der Regel um ein Drittel und mehr reduzieren. Das erfreut Klima und Geldbeutel gleichermaßen.“

Nächste Stationen: Joachimsthal und Biesenthal

Die Tournee, die am 16. Januar traditionell vom Präsidenten Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson an der HNE Eberswalde eröffnet wird, führt in diesem Jahr bis zum 18. April 2018 wieder in mehr als 60 Orte, wo rund 200 ehrenamtliche Mitveranstalter aus dem Programm der nominierten 40 Fernseh- und Kinofilme und 15 Kurzfilme eine Auswahl treffen - auch für Kinder- und Jugendliche in vielen Festivalorten.

Am 31.01. und am 01.02. macht die Ökofilmtour in der Schorfheide-Info in Joachimsthal Station. Im Kulturbahnhof Biesenthal wird sie am 29.01., 30.01., 23.02., 04.03., 09.03. und 16.03. zu Gast sein.

ERNEUER:BAR