Aktuelles

Die Stadt Eberswalde ist als eine von 18 Aktionskommunen im Rahmen der bundesweiten Aktionstage 2018 „Wir können Klimaschutz“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB) ausgewählt worden. Die Bekanntgabe der Teilnehmerkommunen erfolgte Ende Januar im Rahmen der „10. kommunalen Klimaschutzkonferenz“ in Berlin. Neben Eberswalde sind Städte wie Stralsund, Fulda, Wernigerode oder Ulm ebenfalls dabei.

„Die Aktionstage sollen zeigen, dass Klimaschutz gerade auf kommunaler Ebene sehr facettenreich ist und dass jeder Einzelne dazu beitragen kann“, so der Klimaschutzmanager der Stadt Eberswalde, Jacob Renner. Denn Klimaschutz lebt vom vielfältigen und oft kleinteiligen Engagement der vielen Akteurinnen und Akteure vor Ort. Genau diesen soll an dem Tag die Möglichkeit geboten werden, die unterschiedlichsten Klimaschutzaktivitäten in Eberswalde zu präsentieren, neue Verbündete zu finden und bestehende Netzwerke zu pflegen.

Ökostrom und Elektromobilität auf dem Recyclinghof:  Barnimer Dienstleistungsgesell­schaft fährt jetzt elektrisch vor, getankt wird an der Ladesäule der Stadtwerke Bernau

Nahezu lautlos gleiten sie dahin, hinten raus kommen Null Emissionen: Zwei Elektroautos ergänzen seit Ende Januar den Fuhrpark der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH (BDG). Sie verbessern die Klimabilanz des Unternehmens, das für die Abfallentsorgung im Landkreis zuständig ist. Getankt wird an der betriebseigenen Tankstelle, die von den Stadtwerken Bernau stammt. Gemeinsam mit Landrat Bodo Ihrke haben sich Stadtwerke-Prokuristin Regina Porschatis und BDG-Geschäftsführer Christian Mehnert am Dienstag (06. März) ein Bild vor Ort gemacht.  „Als Stadtwerke gestalten wir die Energiezukunft vor Ort. Deshalb bieten wir moderne Lösungen für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz – wie zum Beispiel eine Ladeinfrastruktur“, erklärt Regina Porschatis, Prokuristin bei den Stadtwerken Bernau. Als Recyclingbetrieb sieht sich die BDG in der Pflicht, die Umweltauswirkungen des eigenen Handelns zu verringern, betont Christian Mehnert. Der größte Teil der verbrauchten Energie ist bei der Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH den Fahrzeugen zuzuordnen. 95 Prozent des gesamten Energiebedarfes entfallen auf den Kraftstoff für die 34 Entsorgungsfahrzeuge. „Weil es aktuell kaum wirtschaftlich tragfähige Alternativen in der Antriebstechnik von Entsorgungsfahrzeugen gibt, reduzieren wir Emissionen möglichst an anderer Stelle. So wird bei Neuanschaffungen im Fuhrpark der BDG geprüft, ob es eine emissionsfreie Alternative gibt“, erläutert Christian Mehnert.

Zukunft Altbau empfiehlt zu Beginn des Frühjahrs sollten Hauseigentümer ihre Photovoltaik- und Solarthermieanlagen überprüfen lassen.

Solaranlagen nutzen die Kraft der Sonne und tragen zum klimafreundlichen Wohnen bei. Fast 80 Prozent ihres Ertrags fällt in die sonnenreichen Monate von März bis Oktober. Zu Beginn des Frühjahrs sollten Hauseigentümer daher ihre Photovoltaik- und Solarthermieanlagen überprüfen lassen. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Denn mögliche Witterungsschäden aus dem Herbst und Winter können zu empfindlichen Ertragseinbußen führen. „Den Frühjahrs-Check nehmen Fachhandwerker vor. Sie entfernen Verschmutzungen durch Laub oder Vögel, prüfen die Solaranlagen auf Schäden durch Schnee, Hagel und Eis und reparieren sie bei Bedarf“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau.

Immer mehr Haushalte und Gewerbebetriebe speichern selbst erzeugten Solarstrom / Bereits 80.000 Speicher installiert / Bundesverband Solarwirtschaft erwartet auch 2018 zweistelliges Marktwachstum.

Immer mehr Haushalte und Gewerbebetriebe speichern ihren selbst erzeugten Solarstrom, um ihn rund um die Uhr nutzen zu können. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 30.000 neue Solarstromspeicher installiert. Damit hat sich das Marktvolumen in den letzten drei Jahren verdreifacht.

"Wir gehen davon aus, dass der Markt für Solarstromspeicher auch dieses Jahr im zweistelligen Bereich wachsen wird", sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der BSW zeigt sich zuversichtlich, dass die neue Bundesregierung Speicher als ein unverzichtbares Element der Energiewende weiter unterstützen wird. Der Koalitionsvertrag enthält entsprechende Festlegungen.

Oderberg und Breydin werden mit effizienter LED-Technik ausgestattet
Die Stadtverordneten der Stadt Oderberg beschlossen es am 14.02. in ihrer Sitzung, die Breydiner Gemeindevertreter eine Woche später. Beide Gemeinden schließen mit der Kreiswerketochter Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH (BEBG) einen Betriebsführungsvertrag ab, der eine Investitionsverpflichtung enthält. Das heißt, die BEBG übernimmt neben der Wartung und Instandhaltung auch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf die effiziente LED-Technik in beiden Gemeinden.

Die Gemeinde Schorfheide geht einen weiteren Schritt in Richtung E-Mobilität. Im Ortsteil Groß Schönebeck wurde am Mittwoch, 21. Februar 2018,  eine neue Ladestation für Elektro-Kraftfahrzeuge offiziell eingeweiht. Die Ladesäule steht direkt am Bahnhof Groß Schönebeck und hat eine Leistung von 2-mal 22 Kilowatt. Damit können zwei Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden.

Aufbau und Anschluss der Ladestation haben insgesamt rund 11.435 Euro gekostet. Davon hat die Gemeinde Schorfheide 6.861 Euro zur Verfügung gestellt. Des Weiteren konnten Fördermittel des Bundes in Höhe von 4.574 Euro akquiriert werden. Für Schorfheides Bürgermeister Uwe Schoknecht ist die Investition der Gemeinde nicht nur ein Bekenntnis zur Förderung sauberer Umwelttechnologien, sondern auch ein weiterer Baustein zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur:

Der Landkreis Barnim hat sich mit seiner Energiestrategie „Die Zukunft ist ERNEUER:BAR“ sehr hohe Klimaschutzziele gesteckt. Dazu zählt auch die Entwicklung einer klimafreundlichen Mobilität. Auch die Stadt Werneuchen möchte ihren Beitrag dazu leisten und hat Ende 2017 mit Hilfe von Fördermitteln vier Ladestationen für E-Bikes aufgestellt.

Sie befinden sich auf dem Marktplatz am Rathaus der Stadt Werneuchen (Ladebank), auf dem Parkplatz in der Nähe der Gaststätte „Zur Fischerhütte“ (Ladestele) in der Seestraße,neben dem Parkplatz in der Nähe der Gaststätte „Krummensee“ (Ladestele) in der Dorfstraße und in der Nähe der Gaststätte „Spitzkrug“ (Ladebank) im Ortsteil Tiefensee. Sowohl die Ladestele als auch die Ladebank sind Entwicklungen der Märkisch-Oderdländer Initiative Business auf Rädern.

Ausgewählte Stadtgebiete in Berlin werden komplett auf E-Bike-Belieferung umgestellt.

Seit einigen Monaten testete der Ökobetrieb Brodowin bereits die Auslieferung der Bio-Kisten in Berlin mithilfe von Elektrofahrrädern. Hierfür arbeitet er mit dem Rad-Logistiker Velogista zusammen, der seit kurzem auch über E-Bikes mit Kühlkoffer verfügt, was für einen Großteil der Produkte notwendig ist.

Die Erfahrungen in der Testphase waren sehr positiv und so wurden einige ausgewählte Postleitzahlengebiete im Zentrum Berlins zu 100% auf die Fahrrad-Belieferung umgestellt. Die Belieferung der Kundinnen und Kunden erfolgt so noch umweltschonender und nicht nur der Inhalt ihrer Kiste ist ökologisch, sondern auch die Art der Anlieferung.

Weitere Informatioenen: www.brodowin.de

Ein Erfahrungsbericht der Arbeitsgruppe Rad Eberswalde
Ein grauer Januarfreitag war es, an dem wir uns verabredet hatten, das Gemüse für den bevorstehenden „Machbarschaftstag“ zum Vorschnippeln in die Hebewerk-Räume im Brandenburgischen Viertel zu bringen. Wir hätten es bequemer haben können: Auto organisieren, Kofferraum vollpacken und zack, in zehn Minuten hätten wir da sein können. Hätte hätte Fahrradkette… wir hatten es uns anders überlegt. Schließlich lautete eines der Hauptthemen des „Machbarschaftstags“: klimafreundliche Mobilität. Was spräche also dagegen, für den Gemüsetransport das Fahrrad zu nehmen? Nun ja. Die Gemüsespenden vom Regionalladen „Krumme Gurke“, dem Demeter-Hof „Gemeinsam Gut Leben“ in Luisenfelde und „Globus Naturkost“ waren – zu unserer großen Freude und Dankbarkeit – äußerst großzügig ausgefallen, und die Kisten mit Kohlköpfen, Roten Beten und kiloweise Kartoffeln hätten wohl nicht in herkömmliche Fahrradtaschen gepasst. Zum Glück hatten wir uns im Voraus eine passende Lösung überlegt. Denn auch wenn es bisher kaum aufgefallen ist: Eberswalde ist eine Lastenrad-Stadt.

2017 wurden rund 78.000 neue Solarwärmeanlagen installiert – zumeist auf Eigenheimen / Staatlicher Zuschuss von 3.600 Euro für den Umstieg auf Solarheizung / Interesse an solarer Nahwärme wächst.

Die Zahl der Solarwärmeanlagen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um rund 78.000 gewachsen. Ende 2017 waren damit hierzulande über zwei Millionen Solarwärmeanlagen in Betrieb. Das teilen der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit.

"Solarheizungen sind weiterhin populär. Das liegt daran, dass sie mit nahezu allen anderen Heizsystemen kombiniert sowie unkompliziert nachgerüstet werden können. Wer beim Thema Wärme allein auf dauerhaft billiges Öl und Gas setzt, liefert sich hohen Kostenrisiken aus. Solarkollektoren machen Heizungen bereits für kleines Geld zukunftstauglich", sagt Carsten Körnig, BSW-Hauptgeschäftsführer.

ERNEUER:BAR