Einsatzfahrzeug mit Solarmodul ausgestattet

Wenn die BRH (Bundesverband Rettungshunde) Rettungshundestaffel Barnim e.V. zu einer Suchaktion nach vermissten Personen angefordert wird, geht diese meist in den Abendstunden los. Kein Problem für den Einsatz der Hunde, wohl aber für alle Beteiligten. Ohne Strom kein Licht zum Ausleuchten der Umgebung und kein Strom für die Einsatztechnik wie Rechner und Drucker. Üblicherweise wird dieser Strom mit einem benzinbetriebenen Notstromaggregaterzeugt. Dieses wird in einem extra Anhänger transportiert, da die Benzindämpfe von den empfindlichen Hundenasen ferngehalten werden müssen.

So auch bei der Barnimer Rettungshundestaffel. „Das ist für uns ein zusätzlicher Aufwand, der das schnelle Ausrücken zum Einsatzort beeinträchtigt“, so Torsten Herold, einer der beiden Initiatoren. „Manchmal suchen wir auch nachts in Wohngebieten, wobei das Aggregat ziemlichen Lärm macht“, ergänzt Mitstreiter und Elektrikermeister Frank Burmeister. So entstand vor einem Jahr die Idee, sich nach einer alternativen Stromversorgung umzuschauen. Für den Elektrikermeister war schnell klar, dass das nur Solarenergie sein kann.

Nach einem Jahr der Recherche und Planung konnte im April mit finanzieller Unterstützung durch die Sparkasse Barnim ein Solarmodul mit einer Leistung von 265 Wp auf und ein leistungsfähiger Akku in dem Einsatzfahrzeug installiert werden. „Da das Fahrzeug immer draußen steht, ist es für uns die perfekte Lösung. Am Tage wird der Akku geladen und ist dann für die nächtlichen Einsätze bereit“, freut sich Burmeister. Sollte die Sonne es einmal nicht schaffen, den Akku zu laden, kommt das Fahrzeug einfach an die Steckdose. Die Akkuleistung reicht aus, um etwa zehn mehrstündige nächtliche Suchaktionen ohne Pause zu versorgen.

Den ersten Einsatz hat das Modul bereits erfolgreich hinter sich gebracht und erfüllte alle Anforderungen. „Ab jetzt können wir unsere 54 Einsätze im Jahr hundenasen-, ohren- und umweltfreundlich fahren“, bemerken die beiden ehrenamtlichen Hundeführer nicht ohne Stolz.

Quelle: KWB | Mai 2018

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